Skip to main content

Worauf sollte ich bei der Anschaffung eines Kaffeevollautomaten achten?

Frühmorgens zählt jede Sekunde. Um einen ausgezeichneten Kaffee zuzubereiten, der sich genüsslich zum Honigbrötchen schlürfen lässt, dafür genügt heute ein Knopfdruck.

Wasser aufbrühen, Filter drauf, aufgießen, warten oder sich über die verkalkte Maschine ärgern, all das fällt mit einem Kaffeevollautomaten weg. Dabei ist die Kaffeezubereitung eine wahre Wissenschaft. Manch einer liebt ihn bitter, der Andere hell und süß. Gelungen ist ein Espresso, wenn ihn eine nussbraune Haube ziert. Italien ist für seine Kaffeespezialitäten berühmt. Wie lässt sich mediterranes Flair in der eigenen Küche erzeugen? Was muss die Kaffeemaschine können, damit der Gaumen vom Ergebnis begeistert ist?

Kleiner Kaffee-Almanach – was sich aus Bohnen alles machen lässt

• Espresso: Unter Dampfdruck gebrüht, fein vermahlenes Kaffeepulver, Kaffee mit starkem Aroma, aus Minitassen getrunken.
• Café Ristretto: Kräftiger, kurzer Espresso mit wenig Wasser, intensiver Geschmack, häufig mit Cantuccini, einem florentinischen Mandelgebäck angeboten, in Süditalien beliebt.
• Espresso Lungo: Gestreckter Espresso, doppelte Wassermenge, lange Durchlaufzeit, mild, vollmundig
• Doppelter Espresso: zweimal Wasser, doppeltes Kaffeepulver für den Effekt in der Tasse.
• Café Macchiato: Espresso mit einem Schuss Milch oder Milchschaum. Als Café Macchiato Caldo oder Freddo zu finden.
• Latte Macchiato: Kaffee im Glas, besteht aus zwei Drittel heißer Milch, einem Drittel Milchschaum. Der Espresso wird, sehr vorsichtig, durch die Schaumhaube gegossen und das Ganze mit Strohhalm serviert.
• Cappuccino: Ein Espresso, der mit Milch und Milchschaum genossen wird.

Was unterscheidet die gute, alte Filtermaschine vom Kaffeevollautomaten?

Die Filtermaschine ist ein Produkt, das in Design und Verwendung den Konsumgewohnheiten unserer Eltern und Großeltern entgegenkam. Das Brühergebnis, eine braune Flüssigkeit, landete, gemeinsam mit Milch und Zucker, in einer Tasse. Der Genießer von heute erwartet mehr. Er wünscht sich, ganz nach Lust und Laune, ein neues Geschmackerlebnis. Guter Kaffee besitzt

– wenig Säuren,
– wenig Bitterstoffe, einen
– moderaten Koffeingehalt

Seine Zubereitung sollte vor allem schnell gehen. In der Kaffeemaschine von einst findet sich ein Wassertank, der Heizkörper, ein Filter für die Glaskanne, ein Netzkabel, eine Warmhalteplatte. Kaffeezubereitung ohne Beaufsichtigung ist auf diesem Weg immer noch möglich. Regelmäßiges Entkalken und Filterwechsel vorausgesetzt. Smart ist daran nichts.

Der Kaffeevollautomat – Äußeres und Innenleben

Der Kaffeevollautomat von heute vereinigt Handgriffe der Zubereitung in einem Gerät. Damit seine technischen Komponenten Platz finden, besitzt er ein

• Gehäuse aus Kunststoff. Große Einbaugeräte bestehen vielfach aus Edelstahl, einen
• Wassertank mit Deckel, den
• Kaffeebohnenbehälter mit Abdeckung und Mahlwerk, einen Knopf zum Einstellen des Mahlgrades, den Einfüllschacht für Pulverkaffee,
• Pumpe und Heizelement, die
• Brühgruppe: das mechanische Hirn des Kaffeevollautomaten, ein
• Bedienfeld: mit LCD-Display, Tasten für diverse Kaffeespezialitäten, zur Dosiseinstellung und Menüprogrammierung, die Heißwasser- und Entkalkungstaste, den Umschaltknopf zwischen Espresso und Filterkaffee, ein
• Kaffeeauslauf: höhen- und tiefenverstellbar, eine
• Heißwasser- sowie eine Dampfdüse: zum Erhitzen und Aufschäumen von Milch, die
• Abtropfschale mit Abtropfgitter: wenn etwas danebengeht, eine
• Wärmeplatte: zum Vorwärmen der Tassen, den
• Filtereinsatz: zum Bereitstellen von weichem Wasser sowie den
• Kaffeesatzbehälter: für die Reste

Was den Haupttreffer vom Fehlkauf unterscheidet

… die adäquate Gerätgröße 
Bevor die Entscheidung für ein Gerät fällt, sollte das Platzangebot überprüft werden. Ein üppig ausgestatteter Kaffeevollautomat in einer großen Wohnküche, besser geht es nicht. Für eine Singleküche, mit ihren kleinen Abstellflächen, darf es auch ein Minigerät sein. Es ist 1 – 5 kg leicht, handlich, transportabel und bereits ab etwa 300 Euro zu haben. Es spart Energie, lässt sich aber, was die produzierte Geschmacksqualität angeht, durchaus mit großen Geräten vergleichen. Einziger Wermutstropfen, nicht jede Maschine besitzt einen Milchschäumer oder ein Mahlwerk.

… die praktische Handhabung
Senioren, Jugendliche, Menschen mit speziellen Bedürfnissen, sie alle schaffen es, selbst Kaffee zu kochen. Vorausgesetzt, die Tasten am Kaffeevollautomaten sind verständlich gestaltet. Gleichzeitig spielt bei der Kaufentscheidung der Sicherheitsaspekt eine Rolle. Dafür lohnt es sich, etwas tiefer in die Tasche zu greifen. So wird das Gerät zum viel genutzten Familienmitglied. Gesundheitsbewusste, Schwangere, Menschen mit Bluthochdruck greifen vielleicht lieber zu Malzkaffee. Sonderwünsche sollten auch kein Problem darstellen.

… die einfache Reinigung
Qualitätsmaschinen lassen sich komplett zerlegen. Besonders häufige Reinigungsintervalle erlebt die Brühgruppe. Das ist das Bauteil, welches den Brühprozess steuert. Es sollte jedenfalls ausbaubar sein. Je nach Betriebsanleitung wird es unter fließendem Wasser oder im Geschirrspüler sauber. Bei Fixinstallation stehen dafür Reinigungstabletten zur Verfügung. Von Zeit zu Zeit zu überprüfen sind Abtropfwanne, Wassertank, Kaffeebohnenbehälter, Pulverfach. Zur Beseitigung von Kalk und Rückständen in Schläuchen und Austritten bieten Händler spezielle Laugen an, Gelenke und Dichtungen benötigen vierteljährlich Silikonfett.

… das zeitlose Design 
Wer einen Kaffeevollautomaten fürs gesamte Leben sucht, für den könnte ein Einbaugerät das Richtige sein. Es verfügt über zusätzliche Pluspunkte, die das Herz jedes Kaffeefans freuen. Zumeist gänzlich aus Edelstahl gefertigt, verschwindet der Kaffeebereiter, um Platz zu sparen, dezent hinter einer Verblendung. Einzig Bedienelement und Kaffeeauslauf erinnern an seine Existenz. Ein eingebauter Filter zur Aufbereitung von regenweichem Wasser, der integrierte Milchschäumer, ein selbstständig wählbarer Aromadruck, das eingebaute Schlittensystem für die kinderleichte Reinigung, seltenes Nachfüllen, all das sind Vorteile, die den höheren Preis rechtfertigen.

… die lange Wartungsfreiheit
Treten, trotz regelmäßiger Reinigung, während des Betriebs Probleme oder Fragen auf, dann ist ein Hersteller, der Rat weiß, Gold wert. Obwohl im Internet Unternehmen zu finden sind, die Wartungsdienste anbieten, sollten jene Professionisten bevorzugt werden, die bei der Reparatur Originalteile verwenden. So bleibt gewährleistet, dass der Benutzer jahrelang Freude an seinem elektrischen Kaffeekoch hat.

… das optimale Preis-Leistungsverhältnis
Im Gegensatz zu Maschinen, die mit Kapseln Aluabfall produzieren, glänzt der Kaffeevollautomat durch Sparsamkeit und das auf höchstem, geschmacklichen Niveau. Abgesehen vom Anschaffungspreis, auch hier hat der Käufer die Wahl zwischen Schnäppchen, guter Mittelklasse und edlem Design, halten sich die laufenden Kosten in Grenzen. Kaffeebohnen, Milch, Wasser, Reinigungsmittel, Strom. Einzig das Wiederaufheizen kostet mehr Energie. Berücksichtigt man, dass für jedes Familienmitglied, ganz ohne zusätzliche Arbeit, jederzeit der Lieblingskaffee bereitsteht, dann zahlt sich die Investition aus.

Fazit
Sich aus dem Bauch für ein Gerät zu entscheiden ist selten sinnvoll. Jedenfalls nicht, ohne sich vorher mit der Bedienungsanleitung beschäftigt zu haben. Sollte die anfängliche Programmierung bereits nach einem Techniker verlangen, kann auch die Behebung eines Defekts teuer werden. Wer geschmacklich sehr sensibel reagiert, sollte sein Hauptaugenmerk auf Mahlwerk und Wasserfilter richten. Wenn es um die Marke geht, besitzen renommierte Hersteller den Vorteil, jahrelang Aktualisierungen für die Programmierung zu liefern. Gut eingespielt mit seinen Besitzern, versüßt dieses wertvolle Gerät den Alltag.